Eugen Bolz und Adam Remmele – Zwei Staatsmänner beim Untergang der Weimarer Republik – Montag, 20. November 2017, 19:00 Uhr, Hospitalhof – Vortrag und Diskussion mit Andrea Hoffend und Martin Ulmer

“Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist.
Man muss den rollenden Schneeball zertreten.
Die Lawine hält keiner mehr auf.
Sie ruht erst, wenn sie alles unter sich begraben hat.
Die Ereignisse von 1933 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen.“
Erich Kästner

 Eugen Bolz und Adam Remmele
- Zwei Staatsmänner beim Untergang der Weimarer Republik -

- Vortrag und Diskussion  mit Andrea Hoffend und Martin Ulmer  -

Montag, 20.11.2017, 19 – 21 Uhr
im Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, Stuttgart

Als Staatspräsidenten und Innenminister in Württemberg und Baden am Ende der Weimarer Republik erleben sie deren Niedergang und die Machtübernahme der Nationalsozialisten. Eugen Bolz in Württemberg gehört der Zentrumspartei an. Adam Remmele in Baden ist Sozialdemokrat. Remmele warnt schon 1919 vor der aufkommenden NSDAP, Bolz sucht zunächst die politische Verständigung. Warum beurteilten sie die aufkommende NSDAP anfangs so unterschiedlich? Nutzten sie die Handlungsmöglichkeiten ihres Amtes zum Erhalt der Demokratie? Wann wurden Sie zu Widerstandskämpfern? Und was bedeutet das für heute?

Dr. Andrea Hoffend ist Zeithistorikerin und Politikwissenschaftlerin, hat zur NS-Geschichte geforscht und publiziert und ist Mitgründerin und Projektleiterin beim Lernort Zivilcourage & Widerstand, Kislau.

Dr. Martin Ulmer, Kulturwissenschaftler und Historiker, ist hauptamtlicher Geschäftsführer des Gedenkstättenverbunds Gäu-Neckar-Alb e.V. und Vorstandsmitglied der Geschichtswerkstatt Tübingen. Er ist nebenberuflich für das Yad Vashem Archive Jerusalem tätig und Lehrbeauftragter am Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen.

Veranstalter:
Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V., in Kooperation mit dem Evang. Bildungszentrum Hospitalhof