22. Januar: Die staatlichen Krankenmorde in Grafeneck im Familiengedächtnis -

22. Januar: Die staatlichen Krankenmorde in Grafeneck im Familiengedächtnis –

Der familiäre Umgang mit einem staatlichen Gewaltverbrechen damals und heute 

Mittwoch, 22. Januar 2020, 19:00 Uhr, Hotel Silber

Eintritt frei

Anmeldung erbeten unter: veranstaltungen-hs@hdgbw.de

 

Zum 80. Jahrestag der „Euthanasie“-Verbrechen in Grafeneck,  wo 1940 10.654 Frauen, Kinder und Männer ermordet wurden, nähern wir uns der Frage, welche Rollen die Verwandten der Opfer in diesem Geschehen spielten. Wie reagierten sie angesichts eines staatlichen Programms der sogenannten “Vernichtung unwerten Lebens”, das 1940/41 mit der “Aktion T4″ – benannt nach der zentralen Planungsbehörde in der Tiergartenstraße 4 – einen ersten Höhepunkt erreichte. Wussten sie davon oder ahnten sie, in welcher Gefahr die Menschen schwebten, die in Kliniken und Behinderteneinrichtungen untergebracht waren? Oder waren sie angesichts der Verbrechen und des Krieges gelähmt oder gar gleichgültig?

 Einführung ins Thema: Thomas Stöckle, Leiter der Gedenkstätte Grafeneck

  • Film mit Goswinde Köhler-Hertweck, deren Onkel Ernst Köhler in Grafeneck ermordet wurde. Ein Dokumentarfilm aus der Reihe FRAGEZEICHEN – Jugendliche im Gespräch mit Zeitzeug*innen des Nationalsozialismus, einem Projekt des Stadtjugendring Stuttgart und der Stuttgarter Stolperstein-Initiativen
  • Publikumsgespräch mit Goswinde Köhler-Hertweck und Thomas Stöckle zur Frage wie die Familien, aber auch Politik und Gesellschaft mit diesem Teil unserer Geschichte umgingen und bis heute umgehen. Moderation Friederike Hartl

Eine Veranstaltung der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. in Kooperation mit der Gedenkstätte Grafeneck, dem Stadtjugendring Stuttgart und dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Eintritt frei

Anmeldung unter: veranstaltungen-hs@hdgbw.de