Tatort Dorotheenstraße: Hotel Silber

Eine Matinee im  Schauspielhaus in der Türlenstraße in Kooperation mit den Stuttgarter Stolperstein-Initiativen

Sonntag, 6. Februar 2011, 11:00 Uhr

Schauspiel, Türlenstraße, Box

"Das wollen Sie einfach abreißen“ fragt Charlotte Isler, eine der Stuttgarter Überlebenden des Holocaust, in einem Brief an Oberbürgermeister Schuster, Ministerpräsident Mappus und Breuningerchef v. Agtmael.

Sie ist eine der ehemaligen Stuttgarterinnen und Stuttgarter, die vor den Nazis fliehen mussten. In ihrer Erinnerung ist das Hotel Silber präsent; ihre Biografie ist verknüpft mit der ehemaligen Gestapozentrale in der Dorotheenstraße. Denn hier wurde die Deportation ihrer Angehörigen in die Vernichtungslager organisiert. Deshalb haben sich viele von ihnen in der Auseinandersetzung ums Hotel Silber zu Wort gemeldet, schrieben Briefe an die Projektbetreiber, in denen sie die Forderungen des Aktionsbündnisses unterstützen, das für den Erhalt des Hotels Silber und seiner Einrichtung als NS-Dokumentationszentrum kämpft.

Einer von ihnen ist Henry Kandler, in Stuttgart geboren als Heinz Kahn. Er kommt aus New York zu Besuch nach Stuttgart, weil in diesen Tagen das Erinnerungsbuch seines Vaters in deutscher Übersetzung erscheint. Dies ist uns Anlass, ihm und anderen Zeitzeugen Gehör zu verschaffen. Aus den vorhandenen Dokumenten und Zeugnissen lesen Gabriele Hintermaier und Boris Burgstaller. Anschließen wird sich ein Gespräch von Henry Kandler mit der SWR-Journalistin Lerke von Saalfeld.

Wir empfehlen dringend - angesichts der begrenzten Platzzahl in der Box - Karten für die Veranstaltung zu reservieren.

Telefonische Kartenreservierung über 0711-202090.

Online-Bestellungen über www.staatstheater.stuttgart.de/schauspiel/karten/

Dr. Henry O. Kandler zum "Hotel Silber" (im Gespräch mit der Journalistin Lerke von Saalfeld am 06.02.2011 im Staatstheater Stuttgart)

 
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