"Eckpunkte" im Stuttgarter Rathaus"
„Abriss verhindert –Jetzt gestalten“ – unter dieser Losung veröffentlichte unsere Initiative am 29. September 2011 im Stuttgarter Rathaus ihre Eckpunkte für den zukünftigen Lern- und Gedenkort im Hotel Silber. Die Veranstaltung – möglich gemacht durch die Gemeinderatsfraktionen von SPD und SÖS/Linke - war ein wichtiger Schritt im jetzt beginnenden öffentlichen Gestaltungsprozess. Das starke Interesse an der Veranstaltung und die breite Resonanz in der Stuttgarter Presse zeigten, dass unser Positionspapier den Maßstab gesetzt hat für die Diskussion.
Die öffentliche Positionierung der Initiative wirkt. Wolfgang Leidig, Ministerialdirektor im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft und Dr. Simone Schwanitz, Ministerialdirektorin im Ministerium für Wissenschaft und Kunst haben uns Ende September angeschrieben.
In ihren Schreiben bestätigen sie, dass die Landesregierung in den Koalitionsgesprächen festgelegt habe, „das Gebäude Dorotheenstraße 10 nicht abzureißen, sondern insgesamt zu erhalten.“
Noch im Oktober wolle die Landesregierung einen „Beteiligungsprozess initiieren“. Die Initiative wird aufgefordert für den „runden Tisch“ mehrere Teilnehmer zu benennen.
Zu diesem „runden Tisch“ wird die Landesregierung auch die Stadt Stuttgart einladen, wobei sie davon ausgeht, „dass sich die Stadt an der Einrichtung und am Betrieb eines künftigen Gedenkortes im ehemaligen Hotel Silber auch finanziell angemessen beteiligen wird.“
Sehr gespannt sind wir jetzt auf die Einberufung des „Runden Tisch“ sowie auf die Reaktion der Stadtspitze und des Gemeinderats. Sicher wird die Frage der Beteiligung der Stadt auch Thema in den bevorstehenden Haushaltsberatungen. Für uns steht die gemeinsame Verantwortung von Stadt und Land für den zukünftigen Lern- und Gedenkort außer Frage. Im Hotel Silber steuerte einst die Gestapoleitstelle die terroristische Machtausübung des NS-Staates in ganz Württemberg-Hohenzollern. Zugleich übte von hier aus der Gestapobezirk für den Großraum Stuttgart direkt das Terrorregime aus.
Von Harald Stingele, einem der Sprecher unserer Initiative





