In der Initiative Gedenkort „Hotel Silber“ sind mittlerweile 23 Initiativen bzw. Vereine zusammengeschlossen...
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Arbeitskreis "Euthanasie" der Initiativen Stolpersteine für Stuttgart
Der Arbeitskreis "Euthanasie" hat sich am 8. Februar 2006 erstmals getroffen, um stadtteilübergreifend Grundlagen und Empfehlungen zu erarbeiten für die Recherche und den Umgang mit Informationen über Opfer der "Euthanasie"-Verbrechen aus Stuttgart
Ein Stein, ein Name
Die Stolpersteine wurden von dem Künstler Gunter Demnig geschaffen.
Ein Stolperstein erinnert an einen Menschen und dessen Schicksal.
Wenn wir uns bücken um die Inschrift zu lesen, so verneigen wir uns gleichzeitig vor diesem Opfer.
Stolpersteine werden dort verlegt wo Menschen aus der Mitte der Gesellschaft herausgerissen wurden: ihrem letzten selbstgewählten Wohnsitz.
Im Jahr 2010 sind es genau 70 Jahre her, dass 10.654 Menschen im Rahmen der T4-Aktion, der NS-"Euthanasie", in Grafeneck ermordet wurden.
Die Verlegungen werden oft von einem Begleitprogramm umrahmt. Auch Angehörige der Opfer werden, soweit sie ausfindig gemacht werden können, dazu eingeladen.
Beispielhaft hier Bilder von der Verlegung des Stolpersteins für Christiane Marie Haug am 8. Oktober 2010 vor dem Haus Schlotterbeckstr. 4 in Stuttgart-Untertürkheim. Sie wurde 1940 in Grafeneck ermordet.
Was wir wollen
Wir wollen den authentischen Ort der ehemaligen Stuttgarter Gestapozentrale in Form des historischen Gebäudes in der Dorotheenstraße 10 in Stuttgart beim Karlsplatz – bekannt unter dem Namen „Hotel Silber“ - erhalten.
Dieses historische Gebäude „Hotel Silber“ soll als Gedenkstätte mit einem NS-Dokumentationszentrum, als Lernort und Bildungsstätte, mit einer Bibliothek und Räumen für Veranstaltungen eingerichtet werden – nach dem Vorbild des seit 1981 bestehenden EL-DE Hauses in Köln.
Die nach 1945 aufgebrachten Übertünchungen in den Kellerräumen sollen wieder behutsam wie in Köln entfernt werden, um festzustellen, ob und welche Inschriften und Zeichnungen der dort inhaftierten Menschen noch erhalten sind, um diese zu restaurieren.
Wir wünschen, dass eine ständige Ausstellung zum Thema „Stuttgart im Nationalsozialismus“ eingerichtet wird, die bei der Eröffnung der geforderten Gedenkstätte gezeigt wird.
Wir wünschen die Einrichtung einer Forschungsstelle, die weitere Unterlagen über die NS-Zeit in Stuttgart und Württemberg zusammenträgt und die Biographien von Opfern und auch von Täterinnen und Tätern erforscht.













