In der Initiative Gedenkort „Hotel Silber“ sind mittlerweile 23 Initiativen bzw. Vereine zusammengeschlossen...
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Förderverein Lebenswerk Käthe Loewenthal e.V.
Leben und Wirken der Malerin Käthe Loewenthal
Nur wenig findet sich im Nachlass Käthe Loewenthals an Aussagen zur Situation des Judentums in Deutschland und ihrer Situation als Jüdin vor und nach 1933.
Dass sie überzeugte Christin war, nützte weder ihr noch vielen Anderen, denn der nationalsozialistische Hass richtete sich nicht nur gegen die Religionszugehörigkeit der jüdischen Menschen, sondern war auch ein biologistischer Rassismus. Dem verfielen neben den jüdischen Menschen auch die Sinti und Roma, die ebenfalls als „minderwertig“ stigmatisierten Völker des Ostens, Behinderte und unheilbar Kranke, vor allem psychiatrisch als schizophren diagnostizierte Menschen.
Prof. Dr. Wolf Ritscher schreibt:
Als Geschäftsführer des "Vereins Lebenswerk Käthe Loewenthal e.V" möchte ich Ihnen zunächst meinen Respekt und meinen Dank für Ihre Initiative und die Ihrer Gruppe ausdrücken. Käthe Loewenthal war ja selbst Wahl-Stuttgarterin, und wurde im April 1942 von Stuttgart aus nach Izbica deportiert. Dort verlieren sich ihre Spuren. Diese Deportation - wie ja alle Repressionsmaßnahmen gegen die Juden in Stuttgart und Württemberg - wurden im Stuttgarter Innenministerium geplant und u.a. in der Gestapozentrale im Hotel Silber. Mit der Errichtung eines Lern- und Gedenkortes in diesem Gebäude könnte das Schicksal der Stuttgarter Juden und anderer verfolgter Gruppen (Sinti und Roma, Euthanasie- und Sterilisationsopfer, Zeugen Jehovas, politische GegnerInnen usw.) erinnert, dokumentiert und reflektiert werden.
Darüber hinaus möchten wir als Verein auch ihrer Initiativgruppe beitreten.
Auch als ehemaliger langjähriger Leiter des Projekts "Erziehung nach Auschwitz" an der Hochschule Esslingen - Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege (vormals Hochschule für Sozialwesen Esslingen) begrüße ich Ihre Initiative sehr und wünsche ihr viel Erfolg.
Hinweis: Käthe Löwenthal war eine bedeutende Stuttgarter Malerin. Mascha Riepl-Schmidt berichtet über sie im Buch „Stuttgarter Stolpersteine – Spuren vergessener Nachbarn.“ In der Ameisenbergstraße 37 erinnert ein Stolperstein an sie
Weitere Informationen unter: www.stolpersteine-stuttgart.de/index.php?docid=131
Was wir wollen
Wir wollen den authentischen Ort der ehemaligen Stuttgarter Gestapozentrale in Form des historischen Gebäudes in der Dorotheenstraße 10 in Stuttgart beim Karlsplatz – bekannt unter dem Namen „Hotel Silber“ - erhalten.
Dieses historische Gebäude „Hotel Silber“ soll als Gedenkstätte mit einem NS-Dokumentationszentrum, als Lernort und Bildungsstätte, mit einer Bibliothek und Räumen für Veranstaltungen eingerichtet werden – nach dem Vorbild des seit 1981 bestehenden EL-DE Hauses in Köln.
Die nach 1945 aufgebrachten Übertünchungen in den Kellerräumen sollen wieder behutsam wie in Köln entfernt werden, um festzustellen, ob und welche Inschriften und Zeichnungen der dort inhaftierten Menschen noch erhalten sind, um diese zu restaurieren.
Wir wünschen, dass eine ständige Ausstellung zum Thema „Stuttgart im Nationalsozialismus“ eingerichtet wird, die bei der Eröffnung der geforderten Gedenkstätte gezeigt wird.
Wir wünschen die Einrichtung einer Forschungsstelle, die weitere Unterlagen über die NS-Zeit in Stuttgart und Württemberg zusammenträgt und die Biographien von Opfern und auch von Täterinnen und Tätern erforscht.





