Stolpersteine für 6 in Welzheim ermordete Zwangsarbeiter aus der UdSSR, Schlotwiese Zuffenhausen, Foto:  Möller

24. Juni: Rundgang “Zwangsarbeiter:innen während der NS-Zeit in Stuttgart – Zuffenhausen“

Rundgang zum Thema „Zwangsarbeiter/innen während der NS-Zeit in Stuttgart – Zuffenhausen“

24. Juni 2021, Beginn 18 Uhr (Dauer des Rundgangs 60 – 90 Minuten)

Treffpunkt: Schlotwiese Zuffenhausen
beim Denkmal für das Zwangsarbeiterlager
(Hirschsprungallee 16 – 18, Bus Nr. 99, Haltestelle Schlotwiese)

In Zuffenhausen, Standort bedeutender Rüstungsbetriebe, befand sich während des Faschismus das größte Stuttgarter Lager, in dem 3.000 Zwangsarbeiter/innen, viele aus der Sowjetunion, interniert waren. An mehreren Stationen zeigen Inge und Diethard Möller von der Zukunftswerkstatt Zuffenhausen, wie die Zwangsarbeiter/innen unter menschenunwürdigen Umständen interniert und ausgebeutet wurden.

Rundgang:
1. Station: Zwangsarbeiterlager an der Schlotwiese. Hier waren rund 3.000  Zwangsarbeiter/innen, auch aus der UdSSR, untergebracht.

2. Station: Splittergräben und Bombenkrater im Stadtwald. Da die  Zwangsarbeiter/innen nicht in die Schutzbunker durften, mussten sie in primitiven, selbst ausgehobenen Splittergräben notdürftig Zuflucht suchen. Viele aus verschiedenen Nationalitäten starben dadurch bei Bombenangriffen.

3. Station: Jahneiche, wo 3 Zwangsarbeiter – wahrscheinlich aus der UdSSR – erhängt wurden.

4. Station: Am Stadtwald schauen wir einen Eingang zu einem Schutzstollen an, den die  Zwangsarbeiter/innen graben, aber nicht betreten durften.

Dazu gibt es viele Informationen zu Zwangsarbeitern. Zuffenhausen war in Stuttgart der größte Standort für Zwangsarbeiterlager.

Die Veranstaltung findet im Rahmen einer Aktionswoche zum 80. Jahrestag des Überfalls auf die UdSSR statt.

 Veranstalter: Friedenstreff Stuttgart Nord und Zukunftswerkstatt e.V.

Fotos I.u.D. Möller