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SUMMARY:Let´s have a Ball -- Swingfest im Hotel Silber
DESCRIPTION:In der NS-Zeit verfolgte die Gestapo von diesem Gebäude aus auch die Liebhaber*innen von Swing-Musik. Jugendliche Angehörige der von den Nazis verbotenen\, heimlichen Swing-Clubs in Stuttgart wurden von der Gestapo verhaftet\, im Hotel Silber verhört\, misshandelt und zur Strafe und Disziplinierung zum Militärdienst an die Kriegsfront geschickt. \n\n\n\nDer Zeitzeuge Helmut Baumann\, von dem die Exponate zum Thema „Swing-Jugend“ in der Dauerausstellung im Hotel Silber stammen\, hat diese Tortur zum Glück überlebt. Er blieb zeitlebens ein Fan der Swingmusik – bis zu seinem Tod mit beinahe einhundert Jahren.  Seine Lebensgeschichte erzählte er Susanne Weber und Thomas Weckerle in einem Interview\, das als Tondokument erhalten ist. Eine Melodie\, die er besonders mochte\, der „TigerRag“\, erklingt in der Dauerausstellung im Hotel Silber an einer Hörstation. \n\n\n\nAnfang Dezember verwandelt sich das Foyer des Erinnerungsorts Hotel Silber traditionell  zum Jahrestag der Eröffnung als Lern- und Erinnerungsort einen Abend lang in einen Ballsaal mit Swingmusik und Tanz. \n\n\n\nWir feiern die verbindende Kraft der Musik und die Freiheit\, die wir heute in unserer vielfältigen Gesellschaft haben und ehren damit das Andenken an alle\,  die für diese Freiheit gekämpft haben. \n\n\n\nWir feiern auch\, dass wir uns heute im Hotel Silber begegnen und gemeinsam für Viefalt und Demokratie und Menschenrechte Bildungs- und Aufklärungsarbeit machen können.Der ehemalige Ort des Schreckens transformiert sich immer mehr zu einem Ort der Begegnung. \n\n\n\nDie Ravensburger Band „Die Drahtzieher“ und der Stuttgarter Swing-Tänzer und DJ Franky Doo bitten zum Tanz. \n\n\n\nErfrischungen sind an einer Bar erhältlich. \n\n\n\nZu Beginn der Veranstaltung gibt es wie immer eine kleine Schnupper-Tanzkurs-Einführung durch Franky Doo und seine Partnerin Liza November. Ein guter Einstieg – auch für diejenigen von uns\, die noch nie zu Swing Musik getanzt haben.Let´s have a ball – Swingfest im Hotel Silber \n\n\n\nVeranstalter:innen: Haus der Geschichte Baden-Württemberg\, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel ilber e.V.
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SUMMARY:Der Weg in den Holocaust --Massenerschießungen in Osteuropa
DESCRIPTION:Vortrag und Gespräch mit Dr. Martin Cüppers\n\n\n\nBild: Archiv des Hamburger Instituts für Sozialforschung \n\n\n\n\n\nHotel Silber\, Dorotheenstraße 10\, 70173 Stuttgart \n\n\n\nDer „Holocaust durch Kugeln“ – ein oft vergessenes Kapitel des nationalsozialistischen Völkermords \n\n\n\nZwischen 1941 und 1944 ermordeten die Nationalsozialisten und ihre Helfer in Mittel- und Osteuropa mehr als zwei Millionen Jüdinnen und Juden durch Massenerschießungen. Bei tausenden solcher Mordaktionen kam etwa jedes dritte Opfer des Holocaust durch Kugeln ums Leben – und nicht in den Gaskammern der Vernichtungslager. \n\n\n\nObwohl die zentrale Bedeutung dieser Verbrechen in der historischen Forschung heute unumstritten ist\, gehört das Ausmaß des sogenannten „Holocaust durch Kugeln“ bislang nicht selbstverständlich zum kollektiven Gedächtnis in Deutschland und darüber hinaus. Dabei markierten die Massenerschießungen den Beginn der systematischen Ausweitung des Holocaust auf dem europäischen Kontinent.  \n\n\n\nAnlässlich des Holocaust-Gedenktags wird Privatdozent Dr. Martin Cüppers\, Wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg\, auf Grundlage seiner langjährigen Forschung Einblicke in dieses noch immer unterrepräsentierte Kapitel der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik geben. Der Vortrag vermittelt aktuelle Forschungsergebnisse und ordnet die Massenerschießungen in den Gesamtzusammenhang des Holocaust ein. \n\n\n\nPD Dr. Martin Cüppers ist seit 2014 Wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg zur NS-Verbrechensgeschichte der Universität Stuttgart\, wo er zum Themenfeld auch lehrt. Schwerpunkte seiner Arbeit sind der Holocaust und weitere nationalsozialistische Massenverbrechen. Er forscht zu deren Genese\, zu Opfern der Massenverbrechen\, der Verantwortung von Tätern sowie den juristischen Bewältigungsversuche der Nachkriegszeit. \n\n\n\nZu seinen vielfach übersetzten Buchveröffentlichungen gehören u.a.: Fotos aus Sobibor. Die Niemann-Sammlung zu Holocaust und Nationalsozialismus\, Berlin 2020 [hrsg. mitBildungswerk Stanisław Hantz]; Walther Rauff – in deutschen Diensten. Vom Naziverbrecherzum BND-Spion\, Darmstadt 2013; Halbmond und Hakenkreuz. Das Dritte Reich\, die Araber und Palästina\, Darmstadt 2006 [zusammen mit Klaus-Michael Mallmann]
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