Menschen, die aus eigenem Erleben von der NS-Zeit berichten können, Überlebende des NS- Verfolgungs- und Mordsystems gibt es heute, über 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs nur noch wenige.
Umso kostbarer sind die Begegnungen, die noch mit Zeitzeug:innen möglich sind und umso wertvoller sind für uns die Zeugnisse, die sie auf unterschiedlichen Medien der Überlieferung hinterlassen haben.
Wie kann die Distanz zwischen unserer Gegenwart und Ihren Erinnerungen überbrückt werden?
Worüber berichten Menschen, die die NS-Zeit in Stuttgart erlebt haben?
Wie tauchen die NS-Täter:innen in den Erzählungen auf?
Wie haben diese Erlebnisse ihr Leben geprägt und wie haben sie sich auf Ihre Familien ausgewirkt?
Kann eine Verbindung zu unserer Gegenwart hergestellt werden?
Was haben wir gemeinsam?
Das 2012 ins Leben gerufene Projekt Frage-Zeichen des Stadtjugendrings Stuttgart in Kooperation mit den Stuttgarter Stolperstein-Initiativen gab Jugendlichen Gelegenheit mit Zeitzeuginnen aus Stuttgart zu sprechen und den Interviewpartner: innen ihre Fragen zu stellen.
Erinnert.org hält die Sicht eines Stuttgarters aus der Sinti-Community auf die NS Zeit fest, der als Zweitzeuge die er aus der mündlichen Überlieferung seiner Leute wiedergibt. Er selbst berichtet aus eigener Erfahrung von der fortgesetzten Ausgrenzung Diskriminierung und Verfolgung der Sinti in Deutschland nach dem Krieg, das er als Kind und Jugendlicher erlebt hat.
Die Zeitzeugin Eva Weyl hat es ich zur Aufgabe gemacht über die Verfolgung ihrer Familie und über die Shoah in Schulen zu berichten. Adrian Schmidt hat sie mit der Kamera begleitet.
Zweitzeug:innen, Familienangehörige oder Freunde aus nachfolgenden Generationen der Erlebnisgeneration treten an die Stelle der zeitzeug:innen und tragen ihre Erimnnerungen weiterindem sie über Begegnungen und Überlieferungen sprechen.
