Rechte Gewalt und staatliches Gewaltmonopol
Vortrag und Gespräch mit Pablo Schmelzer und Prof. Dr. Léonie de Jonge
30. September 2026 – 19:00 – 20:30
ie Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung changierten zwischen nationaler Euphorie und Ernüchterung. Sie waren aber auch Jahre entgrenzter Gewalt, für die Städtenamen wie Mölln, Solingen, Hoyerswerda und Rostock Lichtenhagen zur Chiffre geworden sind.
Der Historiker Pablo Schmelzer (Hamburger Institut für Sozialforschung) verfolgt in seinem Vortrag die gesellschaftliche Debatte um das erodierende staatliche Gewaltmonopol, die sich angesichts der Allgegenwart brennender Asylunterkünfte, patrouillierender Bürgerwehren und sich formierender Selbstverteidigung migrantischer Communities in den „Baseballschlägerjahren“ entfaltete.
Die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Léonie de Jonge (Institut für Rechtsextremismusforschung Tübingen) legt in einem anschließenden Impuls aus internationaler Perspektive den Fokus auf aktuelle Entwicklungen der extremen Rechten in Europa und deren Einfluss auf Politik, Gesellschaft und öffentliche Debatten.
Der Eintritt ist frei.
Veranstalter*innen: Haus der geschichte Baden-Württemberg, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) der Uni Tübingen,
Anmeldung bis zum 28.9. unter http://www.akademie-rs.de/vakt_26423
