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STUTTGART, 1946³

„Der protest miting fun der jidiszer bafelkerung“ Quartiersrundgang

4. April 2026 13:00 19:30

Ann-Kathrin Müller und Judith Engel
info@stuttgart-reinsburgerstrasse.de

Am 4. April 1946, eine Woche nach Shmuel Dancygers Tod, organisierten die Displaced Persons große Proteste, mit denen sie gegen die deutsche Polizeigewalt demonstrierten. In einem gemeinsamen Walk entlang ihrer Route informieren Ann-Kathrin Müller und Judith Engel über Shmuel Dancygers Geschichte, das Leben im Displaced-Persons-Center Stuttgart-West und den oft vergessenen Widerstand und die Wut der DPs.

Anmeldung zum Walk mit Ann-Kathrin Müller und Judith Engel:
info@stuttgart-reinsburgerstrasse.de

13:45–14:00 Uhr Shmuel-Dancyger-Platz Pause

14:00–14:30 Uhr Shmuel-Dancyger-Platz
„Hejst dos Bafrajung?!“, Audio-Installation

Die Audio-Installation “Hejst dos Bafrajung?!” macht die Stimmen und Perspektiven der Displaced Persons hörbar, die von 1945 bis 1949 im Displaced-Persons-Center Stuttgart-West untergebracht waren. Dafür wurden erstmals jiddische Originaltexte der Stuttgarter Displaced Persons ins Deutsche übersetzt. Die meisten Quellen stammen aus der Zeitung Ojf der fraj, die im Stuttgarter Center herausgegeben wurde, andere Quellen fanden sich in unterschiedlichen Erinnerungsbüchern, in denen die DPs nach 1945 ihre Perspektive auf das Erlebte fest hielten. 

16:00–17:30 Uhr Künstlerhaus Stuttgart, Reuchlinstraße 4b

„Was sind wir?“ – Eine Jiddische Stimme aus dem DP-Lager Stuttgart
Tal Hever-Chybowski
Workshop

Wer spricht, wenn wir an jüdische Opfer des Khurbns erinnern? Im Mittelpunkt dieses Workshops steht ein satirischer Text aus Oyf der fray, der jiddischsprachigen Zeitschrift des DP-Lagers Stuttgart – geschrieben von Menschen, die soeben den nationalsozialistischen Genozid überlebt hatten und sich nun mit schwarzem Humor über die Frage beugten, was ein „DP“ — ein Displaced Person — eigentlich sei. Der Text erschien 1946, wenige Monate nach der Erschießung Shmuel Dancygers durch die deutsche Polizei, und ist ein ebenso witziges wie scharfes Dokument jüdischer Selbstbehauptung. Seine gemeinsame Lektüre und Diskussion wird zum Ausgangspunkt für grundsätzliche Fragen: Wie können die Stimmen der Überlebenden in der Erinnerungskultur tatsächlich zu Wort kommen und was sagen uns diese Stimmen, wenn wir ihnen wirklich zuhören, über die Fallstricke einer Gedenkkultur, die Jüdinnen und Juden allzu leicht auf ihre Opferschaft reduziert? Der Workshop beschließt das Programm und lädt zu einer gemeinsamen Reflexion über die grundlegenden Fragen ein, die es durchziehen.

Anmeldung zum Walk Workshop mit Tal Hever-Chybowski
info@stuttgart-reinsburgerstrasse.de

Mehr Info:

https://stuttgart-reinsburgerstrasse.de/1946-hejst-dos-bafrajung/#inhalt

Ann-Kathrin Müller und Judith Engel
info@stuttgart-reinsburgerstrasse.de

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