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„Wir waren Menschen zweiter Klasse“ – Die Geschichte der 1040 im Sommer 1944 von Athen nach Deutschland deportierten Griechen

17. April 2024 19:00 20:30


Vortrag und Gespräch

17.04.2024, 19 Uhr

Hotel Silber, Foyer

Volker Mall berichtet über bisher unerforschten Schicksale der 1040 Griechen,
Birgit Kipfer liest, aus den Tagebüchern .
Musikalische Umrahmung mit Liedern von Mikis Theodorakis:
Nikos Hatziliades, Bouzouki und Volker Mall, Gitarre


1040 Griechen, Geschäftsleute, Arbeiter, Taxifahrer, Studenten, zwischen 14 und 60 Jahre alt, meist aus den ‚roten‘ Stadtvierteln Athens, Dourguti und Vyronas, wurden am 7. und 9. August 1944 bei blutigen Razzien von der SS und griechischen kollaborationistischen Sicherheitsbataillonen aufgegriffen und in das im Herbst 1943 eingerichtete KZ Chaidari bei Athen verschleppt. Am 16.8.1944 wurden sie ins Deutsche Reich transportiert.
382 Zwangsarbeiter aus diesem Transport kamen auf den Nachtjägerflugplatz Hailfingen und von dort auf andere Militärflugplätze. Eine Gruppe von etwa 200 kam in das Untertageprojekt Hecht/Rubin in Geislingen an der Steige, andere sollten im Raum Mannheim Anlagen der Reichsbahn in Stand halten und reparieren.
Die Verfasser haben vier Tagebücher griechischer Zwangsarbeiter ausfindig gemacht und ausgewertet. Sie enthalten eine ausführliche Beschreibung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in diesen NS-Projekten und informieren – durch aufwendige Recherchen ergänzt – über die Geschichte der griechischen Zwangsarbeiter, einer nationalen Gruppe, die weitgehend unerforscht ist.

Veranstalter*innen: Gegen Vergessen – Für Demokratie, KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen, Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber


1040 Griechen, Geschäftsleute, Arbeiter, Taxifahrer, Studenten, zwischen 14 und 60 Jahre alt, meist aus den ‚roten‘ Stadtvierteln Athens, Dourguti und Vyronas, wurden am 7. und 9. August 1944 bei blutigen Razzien von der SS und griechischen kollaborationistischen Sicherheitsbataillonen aufgegriffen und in das im Herbst 1943 eingerichtete KZ Chaidari bei Athen verschleppt. Am 16.8.1944 wurden sie ins Deutsche Reich transportiert.
382 Zwangsarbeiter aus diesem Transport kamen auf den Nachtjägerflugplatz Hailfingen und von dort auf andere Militärflugplätze. Eine Gruppe von etwa 200 kam in das Untertageprojekt Hecht/Rubin in Geislingen an der Steige, andere sollten im Raum Mannheim Anlagen der Reichsbahn in Stand halten und reparieren.
Die Verfasser haben vier Tagebücher griechischer Zwangsarbeiter ausfindig gemacht und ausgewertet. Sie enthalten eine ausführliche Beschreibung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in diesen NS-Projekten und informieren – durch aufwendige Recherchen ergänzt – über die Geschichte der griechischen Zwangsarbeiter, einer nationalen Gruppe, die weitgehend unerforscht ist.