Veranstalter:innen: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber, Stadtjugendring Stuttgart, Stolperstein-Initiative Kornwestheim, AK Zwangsarbeit in Stuttgart
Rund 3000 Menschen aus 30 Nationen mussten zwischen 1940 und 1945 in Zwangs-Arbeitsverhältnissenin und um Kornwestheim für die deutsche Kriegswirtschaft arbeiten: bei der Salamander AG, der Stotz AG, der deutschen Reichsbahn und über 40 weitern gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben. Die Firma Salamander ließ zusammen mit anderen deutschen Unternehmen auf einer Schuhprüfstrecke im Konzentrationslager Sachsenhausen Werkstoffe für die Schuhproduktion an KZ-Gefangenen testen.
Die Zeitzeugin Vera Friedländer (geb. 1928) musste als 16-jährige in einer Schuhreparaturwerkstatt der Firma Salamander in der Köpenicker Straße in Kreuzberg Zwangsarbeit leisten. Sie schrieb ihre Erfahrungen auf „Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander“ und sprach, hochbetagt im März 2019 bei iherm Besuch im Hotel Silber von ihren Erfahrungen.
Unsere Stadterkundung beginnt direkt beim Gebäude von Salamander Kornwestheim in unmittelbarer Nähe des Bahnhof Kornwestheim. Anschließend begeben wir uns nach einem Fussweg von ca. 10 Minuten in die Jahnstraße. Hier hatte die DR (Deutsche Reichsbahn) ihren Sitz.
Auf dem Weg dahin werden wir an drei Stolpersteinen halt machen und über das Schicksal dieser Kornwestheimer:innen berichten. Auf unserem Rückweg zum Bahnhof liegt das Kornwestheimer Rathaus, wo seit November letzten Jahres eine Gedenktafel für die Opfer der Zwangsarbeit steht.
Wer möchte, kann die Stadterkundung dort ausklingen lassen bei einer Tasse Kaffee im Kulturhaus gegenüber .
Vera Friedländer „Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander“
Verlag: Das Neue Berlin, Erscheinungstermin: 15. August 2016 Auflage : 1. Sprache : Deutsch 224 Seiten ISBN-10 : 3360013131 ISBN-13 : 978-3360013132
enthält den Bericht von Vera Friedländer über ihren Einsatz als
Zwangsarbeiterin beim Reparaturbetrieb der Firma Salamander in Berlin. Interessant sind auch ihre Nachforschungen über den raschen Wechsel der Beteiligungsverhältnisse nach dem Januar 1933, als die jüdischen Mitbesitzerfamilien Levi und Rothschild ihre Anteile abtraten.
Weitere Buchtipps von Klaus-Peter Löwen zu dem Thema:
Anne Sudrow „Der Schuh im Nationalsozialismus„, Wallstein-Verlag ISBN 978-3-8353-5996-3
Das Buch befasst sich u.a. mit der Zusammenarbeit der deutschen Schuh-, Lederwaren-, Klebstoff- und Ersatzstoffindustrie mit der SS/Wehrmacht und ihrer Verstrickungen in die Nutzung der“Schuhprüfstrecke“ im KZ Sachsenhausen.
Weitere interessante Bücher der Autorin Anne Sudrow:
Anne Sudrow „Heil – Kräuter – Kulturen“, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht ISBN 978-3-525-31169-1 Das Buch hat das Thema „Kräutergarten“ beim KZ Dachau der SS-Firma „Deutsche Versuchsanstalt für Ernährung und Verpflegung“. Das entsprechende Häftlingskommando war das größte innerhalb des KZ Dachau.Beim Betrieb dieses Kommandos taucht auch der Name der Firma Weleda auf. Anne Sudrow „Saat der Gewalt“, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht ISBN 978-3-525-31170-7 Band 2 beschreibt den Versuch ehemaliger Häftlinge, den Betrieb nach Kriegsende weiter unter schwierigsten Bedingungen zu betreiben.
Zum Ändern Ihrer Datenschutzeinstellung, z.B. Erteilung oder Widerruf von Einwilligungen, klicken Sie hier:
Einstellungen
11. Oktober 2025
Veranstalter:innen: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber, Stadtjugendring Stuttgart, Stolperstein-Initiative Kornwestheim, AK Zwangsarbeit in Stuttgart
Rund 3000 Menschen aus 30 Nationen mussten zwischen 1940 und 1945 in Zwangs-Arbeitsverhältnissenin und um Kornwestheim für die deutsche Kriegswirtschaft arbeiten: bei der Salamander AG, der Stotz AG, der deutschen Reichsbahn und über 40 weitern gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben.
Die Firma Salamander ließ zusammen mit anderen deutschen Unternehmen auf einer Schuhprüfstrecke im Konzentrationslager Sachsenhausen Werkstoffe für die Schuhproduktion an KZ-Gefangenen testen.
Die Zeitzeugin Vera Friedländer (geb. 1928) musste als 16-jährige in einer Schuhreparaturwerkstatt der Firma Salamander in der Köpenicker Straße in Kreuzberg Zwangsarbeit leisten. Sie schrieb ihre Erfahrungen auf „Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander“ und sprach, hochbetagt im März 2019 bei iherm Besuch im Hotel Silber von ihren Erfahrungen.
Unsere Stadterkundung beginnt direkt beim Gebäude von Salamander Kornwestheim in unmittelbarer Nähe des Bahnhof Kornwestheim. Anschließend begeben wir uns nach einem Fussweg von ca. 10 Minuten in die Jahnstraße. Hier hatte die DR (Deutsche Reichsbahn) ihren Sitz.
Auf dem Weg dahin werden wir an drei Stolpersteinen halt machen und über das Schicksal dieser Kornwestheimer:innen berichten. Auf unserem Rückweg zum Bahnhof liegt das Kornwestheimer Rathaus, wo seit November letzten Jahres eine Gedenktafel für die Opfer der Zwangsarbeit steht.
Wer möchte, kann die Stadterkundung dort ausklingen lassen bei einer Tasse Kaffee im Kulturhaus gegenüber .
Vera Friedländer „Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander“
Verlag: Das Neue Berlin, Erscheinungstermin: 15. August 2016 Auflage : 1. Sprache : Deutsch 224 Seiten ISBN-10 : 3360013131 ISBN-13 : 978-3360013132
enthält den Bericht von Vera Friedländer über ihren Einsatz als
Zwangsarbeiterin beim Reparaturbetrieb der Firma Salamander in Berlin. Interessant sind auch ihre Nachforschungen über den raschen Wechsel der Beteiligungsverhältnisse nach dem Januar 1933, als die jüdischen Mitbesitzerfamilien Levi und Rothschild ihre Anteile abtraten.
Weitere Buchtipps von Klaus-Peter Löwen zu dem Thema:
Anne Sudrow „Der Schuh im Nationalsozialismus„, Wallstein-Verlag ISBN 978-3-8353-5996-3
Das Buch befasst sich u.a. mit der Zusammenarbeit der deutschen Schuh-, Lederwaren-, Klebstoff- und Ersatzstoffindustrie mit der SS/Wehrmacht und ihrer Verstrickungen in die Nutzung der“Schuhprüfstrecke“ im KZ Sachsenhausen.
Weitere interessante Bücher der Autorin Anne Sudrow:
Anne Sudrow „Heil – Kräuter – Kulturen“,
Verlag Vandenhoeck & Ruprecht ISBN 978-3-525-31169-1
Das Buch hat das Thema „Kräutergarten“ beim KZ Dachau der SS-Firma „Deutsche Versuchsanstalt für Ernährung und Verpflegung“. Das entsprechende Häftlingskommando war das größte innerhalb des KZ Dachau.Beim Betrieb dieses Kommandos taucht auch der Name der Firma Weleda auf.
Anne Sudrow „Saat der Gewalt“, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht ISBN 978-3-525-31170-7
Band 2 beschreibt den Versuch ehemaliger Häftlinge, den Betrieb nach Kriegsende weiter unter schwierigsten Bedingungen zu betreiben.