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Obermayer Awards 2026

Ein Obermayer-Award geht an die Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber.Die Obermayer Awards 2026 werden von der Obermayer Stiftung am 1. Februar 2026 im Jüdischen Museum Berlin verliehen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr mit dem Obermayer-Award ausgezeichnet werden“. Es ist eine Auszeichnung für Einzelpersonen und Organisationen in Deutschland, die entweder die jüdische Geschichte und Kultur in ihren Gemeinden bewahren, sich gegen die Verbreitung von Hass, Diskriminierung, Antisemitismus und Rassismus engagieren oder sich für die Verständigung zwischen verschiedenen Gruppen einsetzten.

Wir bedanken uns bei Zoltan Igaz, dem Sohn der Zeitzeugin Alice Igaz, Tochter von Berta Rauner, dass er uns für diesen Preis vorgeschlagen hat, schon dieser Vorgang allein hat uns mit Dank erfüllt.

Für den Vorstand der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber ist klar: Der Preis geht an alle, die sich dafür eingesetzt haben, dass das Hotel Silber nicht abgerissen wird und gemeinsam als Aktionsbündnis für den Erhalt gekämpft haben!

Link zum Radiobeitrag vom 28.01.2028 SWR mit unserer Vereinsvorsitzenden Brigitte Lösch:

https://www.swr.de/kultur/gesellschaft/brigitte-loesch-hotel-silber-obermayer-award-100.html

Kurzfilm über die Iinitiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber zur Preisverleihung

Heute ist die Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber bundesweit ein Vorzeigemodell, in dem Zivilgesellschaft mit dem Haus der Geschichte gemeinsam partnerschaftlich arbeitet. Das Hotel Silber ist ein Ort der Begegnung und der politisch-historischen Bildungsarbeit. Der Verein setzt sich im Hotel Silber als Programmpartner des Hauses der Geschichte für eine gegenwartsbezogenen Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte Stuttgarts und Württembergs ein.

„Unsere Familie freut sich sehr, die inspirierenden Preisträger dieses Jahr zu ehren. Sie leisten in ihren Gemeinden äußerst wichtige Arbeit, um die jüdische Kultur zu bewahren und zu feiern, unsere Geschichte wiederherzustellen und Antisemitismus sowie andere Formen von Vorurteilen zu bekämpfen“, sagt Dr. Judith Obermayer, die die Obermayer Awards im Jahr 2000 mit ihrem inzwischen verstorbenen Ehemann Dr. Arthur Obermayer ins Leben gerufen hat.

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Insgesamt werden vier Einzelpersonen und eine Organisation – die Initiative Hotel Silber – ausgezeichnet.
Wir freuen uns auf die Begegnung mit:
Daniel Burmann (Markt Berolzheim, Bayern), Sandra Butsch (Au, Baden-Württemberg), Ellen Grünwald (Eberswalde, Brandenburg) und Rainer E. Klemke (Berlin)

Mehr Infos: https://widenthecircle.org/de/obermayer-awards/winners-landing

Die Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber wurde am 1. Februar 2026 bei einer feierlichen Zeremonie im Jüdischen Museum in Berlin mit dem Obermayer Award ausgezeichnet.

Die Preisverleihung nahm Frau Dr. Judith Obermayer persönlich vor, zusammen mit drei Generationen ihrer Familie, die zur Preisverleihung angereist waren.

„Der Obermayer Award ist eine wunderbare Anerkennung der von vielen Ehrenamtlichen geleisteten Erinnerungsarbeit in Stuttgart. Der Erinnerungsort Hotel Silber ist damit ab jetzt Teil des Netzwerks „Widen the Circle“ der Obermayer Foundation.“  Dies war das Fazit der beiden Vereinsvorsitzenden Brigitte Lösch und Maike Schollenberger und der insgesamt 13-köpfigen Gruppe von Aktiven aus der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber, die den Preis entgegennahmen.

Außer den vier fantastischen Menschen, die in diesem Jahr für ihre Erinnerungsprojekte ausgezeichnet wurden, hatten wir am Sonntag auch Gelegenheit, frühere Preisträgerinnen und Preisträger kennenzulernen, die dem Netzwerk aktiv verbunden sind.

„Widen the Circle“ sorgt mit jährlich wiederkehrenden Tagungen und Vernetzungsevents auch dafür, dass der Kontakt erhalten bleibt und neue Verknüpfungen und Möglichkeiten für fruchtbare Zusammenarbeit entstehen.

Wir danken allen Freund:innen der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber, die uns mit persönlichen Empfehlungsschreiben für den Obermayer Award empfohlen haben, und ganz besonders Zoltan Igaz, dem Sohn der Zeitzeugin Alice Igaz, der uns für die diesjährige Preisverleihung nominiert hat.

dpa-Meldung vom 01.02.2026:

„Ellen Grünwald aus dem brandenburgischen Eberswalde und Rainer Klemke aus Berlin gehören zu den diesjährigen Preisträgern der Obermayer Awards. Die Auszeichnungen wurden am Nachmittag von der Obermayer-Stiftung im Jüdischen Museum in Berlin überreicht. Weitere Preisträger sind Daniel Burmann aus Markt Berolzheim in Mittelfranken, Sandra Butsch aus Au (Baden-Württemberg), sowie die Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. aus Stuttgart.

Der Preis würdigt Menschen und Organisationen, die die jüdische Geschichte und Kultur in ihren Gemeinden bewahren, sich gegen die Verbreitung von Hass, Diskriminierung, Antisemitismus und Rassismus engagieren oder sich für die Verständigung zwischen verschiedenen Gruppen einsetzen.

Ellen Grünwald ist Initiatorin und treibende Kraft hinter einer Vielzahl von Erinnerungsprojekten in Eberswalde. Bereits seit 2003 engagiert sie sich für die Erforschung und Bewahrung jüdischen Lebens in der Kreisstadt. 

Denkmal für die ermordeten Juden

Rainer Klemke setzte sich als Referatsleiter in der Berliner Kulturverwaltung für den Wettbewerb für das Denkmal für die ermordeten Juden Europas ein und begleitete dessen Realisierung. Er ist seit Jahrzehnten ehrenamtlich in vielen Bereichen aktiv, um die Erinnerung an die Menschen, die in der NS-Zeit in Berlin verfolgt wurden, zu bewahren. 

Daniel Burmann hat die Geschichte der jüdischen Gemeinde in seinem Heimatort akribisch rekonstruiert und in einem Buch zusammengetragen. Die Lehrerin Sandra Butsch engagiert sich für die Bewahrung der Erinnerung an jüdische Opfer der Verfolgung und Mitglieder des Widerstands. Die Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. erinnert mit einer Dauerausstellung am ehemaligen Sitz der Gestapo-Zentrale für Württemberg und Hohenzollern daran, wie sich die Polizei bereitwillig in den Dienst des nationalsozialistischen Regimes stellte. 

Die Obermayer Awards wurden im Jahr 2000 von Arthur S. Obermayer (1931-2016), einem amerikanischen Unternehmer und Philanthropen, und seiner Frau ins Leben gerufen.“

© dpa-infocom, dpa:260201-930-628191/1

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