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18. Juli 2024: Widerstand gegen Hitler und Krieg

Stadtteilrundgänge zum Widerstand gegen Hitler und Krieg
In Stuttgart Süd und Zuffenhausen

Die Spaziergänge der Stolperstein-Initiativen in den Stadtbezirken lenken die Aufmerksamkeit auf Menschen, die von den Nazis ermordet, verfolgt und vertrieben wurden, weil sie sich nicht anpassen wollten, dem NS-Regime die Gefolgschaft verweigerten und aufbegehrten oder organisiert Widerstand leisteten. Ihre
Verfolgung wurde von der Gestapo im Hotel Silber organisiert.
Ihre Schicksale zeigen ein breites und facettenreiches Bild vom Widerstand gegen Hitler und Krieg.

Liebe Interessierte,

der Stadtteilrundgang in Stuttgart Ost muss am 18.7. leider kurzfristig abgesagt werden!

Es gibt aber :

Süd

17:00 Uhr mit Hermann G. Abmayr, Melanie Axter & Werner Schmidt – Treffpunkt Haltestelle
U1+14 Vogelrain

Anmeldung: werner.schmidt@t-online.de
Die Tour beginnt in der Heidenklinge, wo sich seit 1943 ein Zwangsarbeiterlager befand.
Bahnhofsvorsteher Imhof versteckte Josef Eberle, der beim Süddeutschen Rundfunk schon am 30. März 1933 wegen seiner antinazistischen Gesinnung hinausgeflogen war, und dessen
jüdische Ehefrau Else Eberle (geborene Lemberger) auf dem Dachboden der Bahnstation Wildpark. Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold hielt seine Übungen auf dem Gelände des Kraftsportvereins Stuttgart 1895 e.V. (KV 95) ab. Stationiert war die sozialdemokratische Schutztruppe unter Leitung des Eisenbahngewerkschafters Karl Molt im Waldheim
Heslach. Dort endet die Führung nach knapp zwei Stunden. (Ggf. können abschließend noch Ausschnitte des Dokumentarfilms „Eisenbahner im Widerstand“ gezeigt werden.)


Zuffenhausen

17:00 Uhr mit Inge & Diethard Möller – Treffpunkt Bahnhofsvorplatz S-Bahnhaltestelle Zuffenhausen
Anmeldung: ingeannettemoeller@gmail.com
Im Stadtbezirk Zuffenhausen gab es spürbaren politischen Widerstand. Der 1 ½ -stündige
Spaziergang führt zu Stellen, wo Stolpersteine für politische Opfer des NS-Regimes verlegt
wurden. Einige waren Kommunisten wie Karl Holzlehner (1901-1948), Erwin Winkler (1906-
1941), Karl Rumberger (1908-1944) oder Julius Noppel (1907-1943). Andere waren Sozialdemokraten
wie das jüdische Ehepaar Berta und Siegfried Sander (beide 1942 ermordet),
die doppelt verfolgt wurden – als politische Gegner und als Juden. Widerstand gab es auch
unter evangelischen Pfarrern in Zuffenhausen, die Juden im Pfarrhaus in der Unterländer
Str. 65 versteckten. Wir erinnern auch an den Deserteur Friedrich Wohlfarth und an Eugen
Spilger, der kurz vor Kriegsende als Defätist ermordet wurde, weil er in einer Gaststätte sagte,
der Krieg sei verloren, jedes weitere Opfer zu viel.
Anmeldung: ingeannettemoeller@gmail.com

Veranstalter*innen: Stuttgarter Stolperstein-Initiativen,
Initiative Lern- & Gedenkort Hotel Silber e. V.,
Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Anmeldung:
Ost: info@stolpersteine-stuttgart-ost.de
Süd: werner.schmidt@t-online.de
Zuffenhausen: ingeannettemoeller@gmail.com

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